Im Park

Schnelllebig und hektisch ist diese Zeit
Sich in ihr zu behaupten ist keine Kleinigkeit
Überlebenskämpfe – eitel und rücksichtslos geführt
Wo man auch hinschaut, berechnende Härte ist’s, die regiert
Immer auf der Hut – stets zur Verteidigung bereit
Das Leben von Vertrauen und Frieden befreit
Und in Mitten all’ dessen sitzt sie im Park auf einer Bank
Neben ihr ein alter Herr – ängstlich, gebrechlich und krank
Ihr Blick so voller Wärme und erfüllt von Freundlichkeit
Voller Achtung und gänzlich frei von entwürdigendem Mitleid
Das ihn seine Einsamkeit nur umso stärker spüren ließe
Genau wie den Verlust an Kraft und Lebensperspektive
Sie wird ihn nie mit mitleidsvollen Worten quälen
Gibt ihm statt dessen Raum, von seinem Leben zu erzählen
Lenkt seine Gedanken einfühlsam zu den Bereichen
Die ihm zur Zufriedenheit und einem Hauch von Stolz gereichen
Bis ein Lächeln dann sein furchiges Gesicht umspielt
Während sie behutsam seine Hand in ihrer hielt
Ihre ruhigen Augen – ihm zugewandt – strahlen mit reiner Heiterkeit
Sie erwartet nichts, ist einfach nur zu geben bereit
Ihre Sanftmut weckt die Seele und lindert deren Qualen
Fordert nichts und lässt verlorenes Vertrauen neu erstrahlen
Sie weicht nicht vor Schwäche und nicht vor Rücksichtslosigkeit zurück
Sie verleiht mit ihrer Sanftmut eine Ahnung von vergessenem Glück!

© 2021 Joanna Watson Stein

Photo by Dariusz Staniszewski on Pexels.com

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