Elefanten

Sie sind groß und sie sind schwer
Trampeln alles nieder um sie her
Sind dickhäutig auf die Welt gekommen
Werden als majestätisch wahrgenommen

So imposant sie auch erscheinen
Ihr Äußeres der Grazie entbehrt
Mit ihren kräftigen, stampfenden Beinen
Im Porzellanladen absolut verkehrt

Sie leben gemeinsam – in Herden vereint
Können für Dritte durchaus gefährlich sein
Ihr Miteinander jedoch voll Fürsorge erscheint 
Die Schwächeren schützend stehen sie füreinander ein 

Wer diese massigen, plumpen Tiere sieht
Könnte nicht erstaunter sein
Mit welcher Zartheit ihr Rüssel die eigene Hand berührt
So sanft, als sei es ein Federlein

Wenn man in ihre braunen Augen schaut
Blickt einem Gutmütigkeit entgegen
Wohlwollend dem Gegenüber vertraut
Die Tiefe der Zuneigung kann sehr bewegen

Elefanten sind ganz besondere Tiere
Es bricht mir das Herz, dass man sie so achtlos dezimiert
Stück für Stück zerstört man die Reviere
Der Stoßzähne wegen werden sie grausam massakriert

So groß – so stark und dennoch so fragil
Gegen die Gier der Menschen ohne jede Chance
Bei List und Waffen hilft ihnen die Kraft nicht viel
Machtlos zu zu sehen, raubt mir die Contenance

Die ganze Wahrheit aber ist noch schlimmer
Der Menschen Macht- und Habgier kennt tatsächlich keine Grenzen
Ist im Begriff die Natur in Gänze zu zerstören – gründlich und für immer
Offenen Auges und im Angesicht der Konsequenzen

© 2021 Joanna Watson Stein

Photo by Pixabay on Pexels.com

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