Forderungen einer Unsichtbaren

Ein Morgen im Mai. Ich bin gerade aufgewacht, gehe noch schlaftrunken ins Bad. Mein Blick streift den Spiegel und aus den Augenwinkeln sehe ich mein Spiegelbild. Mein Spiegelbild! Das heißt ich existiere tatsächlich! Zumindest reflektiert der Spiegel meine Existenz. Anders als der gesellschaftliche Diskurs: Egal wohin ich schaue, die Nachrichten – ob im Radio oder im Fernsehen und ganz gleich auf welchem Sender -, die Talkshows, die Zeitungen oder die themenbezogenen Einzelbeiträge in den Medien: Ich komme dort nicht vor. Nirgends. Ich bin Unsichtbar!